Meine Katze wirft nicht- warum und was kann ich tun?

Eine normale Katzenträchtigkeit dauert bis zu 69 Tage (gezählt wird ab dem Tag der Paarung), die normale Zahl der geborenen Kätzchen variiert meistens zwischen sechs und acht. Störungen während der Geburt kommen oft bei Rassekatzen vor. Meistens reagieren wir Menschen jedoch über, da wir die Katze nicht fragen können, wie es ihr geht. Viele normale Vorgänge werden daher als Störung angesehen und Besitzer denken, Ihre Katze wirft nicht. Deshalb wird im Folgenden kurz aufgeführt, wie eine Geburt bei der Katze ablaufen kann.

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VORZEICHEN EINER GEBURT
  • Die Katze sucht sich eine Wurfstelle (bereiten Sie am besten eine Box vor)
  • Die Flanken erscheinen eingefallen (das ist normal, da die Beckenbänder erschlaffen)
  • Schleimabsonderung
  • Angeschwollene Zitzen
ERÖFFNUNGSPHASE

In der Eröffnungsphase zeigt die Katze erste Verhaltensanomalien. Sie wird unruhig, kann hin und her wandern, oder sucht im Gegenteil ihre Wurfbox auf. Zudem kann man häufigen Harn- und Kotabsatz beobachten. Liegt die Katze in der Box, wird sie anfangen, an ihrer Vulva zu lecken. In dieser Phase fängt die Gebärmutter der Katze an, die Welpen aus den Uterushörnern zu pressen.

AUSTREIBUNGSPHASE

Die Austreibungsphase kann bis zu 24 Stunden dauern! Wenn der Kopf oder die Beine eines Welpen sichtbar werden, sollte dieser jedoch innerhalb von drei Minuten auf der Welt sein.

Es gibt eine Vielzahl an Prädispositionen (Anfälligkeitsfaktoren) für Störungen während der Geburt:

  • Stoffwechselerkrankungen (kann zu Eklampsie, einem Festliegen aufgrund von Kalziummangel führen, oder zu Wehenschwächen)
  • Einlingsträchtigkeiten führen manchmal zu schwachen Wehen
  • Fettdepots im Bereich des Beckens
  • Gedrehter Uterus
  • Gebärmutterrupturen
  • Ungünstig abgeheilte Beckenfrakturen
  • Tote oder unterentwickelte Feten
Woran erkennt man eine Geburtsstörung?
  • Allgemeinbefinden der Katze ist gestört; sie bewegt sich nicht, ist nicht ansprechbar oder leidet unter Atemnot/ Erbrechen
  • Fieber
  • Blutiger/ stinkender Ausfluss
  • Nach fünfminütiger, starker Bauchpresse kommt kein neuer Welpe
  • Abgang von Fruchtwasser ohne Welpe nach 10 Minuten
  • Welpe steckt im Geburtskanal fest
  • Hoher Blutverlust
  • Muttertier hat nach der Geburt Pressdrang oder Fieber und benimmt sich seltsam
  • Gebärmutterentzündungen (z.B. eitriger oder blutiger Ausfluss und offensichtliche Schmerzen)

 

WIE KANN MAN GEBURTSSTÖRUNGEN VORBEUGEN?

Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt vorzeitig über die richtige Ernährung von trächtigen Katzen. Lassen Sie ein Ultraschallbild erstellen, um zu überprüfen, ob die Welpen gesund und nicht zu groß sind- eventuell weiß man von vornherein, dass ein Kaiserschnitt notwendig ist.

Wenn Ihre Katze zuhause gebären soll, richten Sie ihr ein Lager ein. Die Box (z.B. ein Weidekorb) sollte an einem ruhigen, reizarmen Ort stehen und mit frischen Laken ausgelegt sein. Lassen Sie sich zudem vom Arzt erklären, was Sie tun können, wenn die Katze die Jungen nicht selbst zur Welt bringen kann. Manchmal reicht ein wenig Beihilfe, um die Geburt reibungslos über die Bühne zu bringen. Gleiches gilt für die Versorgung der Welpen. Manchmal ist das Muttertier nicht in der Lage, die ersten Lebensmaßnahmen für Ihre Jungen zu ergreifen; für diese Vorfälle sollten Sie vorbereitet sein.

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WAS SIND NOTFÄLLE UND WAS SOLLTE MAN TUN?

Suchen Sie im Voraus einen Notfallarzt heraus, den Sie anrufen oder aufsuchen können. Stellen Sie eine Wurfbox zur Verfügung, die man greifen und ins Auto verfrachten kann.

Notfälle treten dann auf, wenn der Zustand der Katze sich verschlechtert (schwere Atmung, Fieber oder sinkende Körpertemperatur, Erbrechen), was beispielsweise durch eine Gebärmutterentzündung oder tote, faulende Feten im Inneren hervorgerufen werden sollte. In solchen Fällen muss ein Arzt aufgesucht werden! Ebenso, wenn Sie vermuten, dass ein Fetus im Kanal feststeckt oder trotz starker Bauchpresse kein Welpe innerhalb von fünf Minuten zur Welt kommt.

 

 

 

 

 

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